Jahreshauptversammlung 2006

am 24.03.2006 

Designerfahnen, Hüttenzauber und „kleine“ Umgehungen

 

Neuwahlen bei der MWG – beim Vorstand bleibt alles beim alten

 Auch wenn die Neuwahl erst auf dem letzten Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung stand, hier vorweg das Ergebnis: 1.Vorsitzender bleibt Rainer Ott, ebenso seine Stellvertreterin Brigitte Weiß. Schriftführer ist wieder Klaus Schindler, die Kasse wird weiter von Kerstin Rentzsch geführt. In den Verwaltungsbeirat wurden wiedergewählt: Hans Köchl, Uwe Knopf, Reinhard Frisch, Renate Merkel und neu Roland Hertrich. Sie alle werden in den beiden kommenden Jahren die Geschicke von Münchbergs Freien Wählern leiten.

Vorausgegangen waren die vereinsüblichen Berichte von Vorstandschaft, Kassier und Stadträten. Rainer Ott konnte von einem ereignisreichen Vereinsjahr berichten, so nahm man am TVM-Eisstockschießen mit gutem Erfolg teil, traf sich zum geselligem Herbstessen und führte eine spontane Spendenaktion für den Schwimmbad-„Flocki“ zusammen mit den Stadtwerken durch. Zur Belebung der Innenstadt führte schon fast traditionell der Pulschnitzfasching, dieses Mal in der brechend vollen Skihütte, die eine Woche lang von Jürgen Klein auf dem Pock’s Parkplatz bewirtschaftet wurde und von den Münchbergern sehr gut angenommen worden war. Ideengeber Max Petzold: „Das war mir klar, dass da was abgeht!“

Vorsitzender Ott stellte auch schon für den nächsten Fasching „wieder etwas Neues und Tolles!“ in Aussicht, nachdem heuer erstmals die Prinzengarde und das Helmetzer Prinzenpaar aufgetreten war. Auch die „Modenschau“ der MWG-Stadträte wurde zum besonderen Highlight.

„Ein weiterer Farbtupfer in der Innenstadt war der Jefferson City Day im September, geplant und durchgeführt von unserem Schriftführer Klaus Schindler!“ wusste Ott weiter zu berichten. Ob es heuer eine Wiederholung geben wird, konnte Schindler noch nicht beantworten: „Wegen der Reise nach Jefferson, die zeitgleich stattfindet und von einigen  Bürgern wahrgenommen wird. Aber vielleicht sollten wir „Daheimgebliebenen“ trotzdem feiern, das werde ich mal mit 1.Bgm. Fein besprechen, der ja die Stadtdelegation nach USA anführen wird!“

Weitere Aktionen der MWG waren ein Baustellenbesuch der städtischen Straßensanierung im Frühjahr und die Übergabe von Sitzkissen für die harten Tribünenbänke an die Stadt.

Bei den Planungen für heuer zeigte sich wieder einmal, dass die MWG immer wieder mit neuen Ideen überraschen kann. Max Petzold bemängelte, dass ein Ortsfremder durch nichts darauf hingewiesen wird, dass Münchberg eine Textilstadt sei: „Warum stellen wir entlang der Pulschnitz nicht einfach ein paar Fahnenmasten hin und lassen uns von den Textilfirmen oder unserer FH einige Fahnen entwerfen, es müssen ja nicht unbedingt die Stadt- oder Landesfarben sein. Hier könnten einmal unsere einheimischen Designer ihre Kreativität zeigen – und a wengla Farb’ tät unserer Stadt auch gut!“

Große Zustimmung fand auch ein Vorschlag von Hans Köchl, der auf ein früheres Verkehrsgutachten verwies, das die Notwendigkeit einer Verkehrsverbindung von der Kulmbacher Straße zur Helmbrechtser Straße forderte. „Schon im Hinblick auf den kommenden Umzug von ALDI ins Gewerbegebiet Nord wäre hier eine kleine Umgehung notwendig!“ forderte er. Das dies möglich sei, erklärte dann Schindler, da bereits ein landwirtschaftlicher Weg von der Gottersdorfer Straße entlang der Autobahn bis zum Gewerbegebiet besteht: „Auch die Verbindung von der B 289 bis zu diesem Weg gibt es schon. Die Planung und der Ausbau müsste eben mit der Weiterführung der Südumgehung erfolgen.“ Auch der Entlastung der nördlichen Stadt und Straas wäre damit gedient und eine kostspielige Rampe und Brücke über die Bahn könnte vermieden werden.

Die Vorstandschaft und die Stadträte waren sich einig, sich in den nächsten Sitzungen intensiver damit zu beschäftigen.