Petzold verzichtet auf Kandidatur

MWG konzentriert sich auf Stadtratsliste

 

Petzold verzichtet auf Kandidatur

Thomas Fein contra Hermann Seiferth, CSU contra SPD dieses Duell zeichnet sich für Münchberg ab. Die Münchberger Wählergemeinschaft (MWG) um Max Petzold verzichtet definitiv auf einen Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl. Die Liberalen halten sich noch ein Hintertürchen offen. 

MÜNCHBERG Sie sind nur die dritte Kraft, haben als Zünglein an der Waage aber durchaus Einfluss: Die MWG. Wer im Stadtrat eine Mehrheit benötigt, kommt um das Trio um Max Petzold nicht herum. Doch auch wenn sich der Dritte Bürgermeister dieser angenehmen Situation bewusst ist und er bei der Wahl 2002 im ersten Wahlgang immerhin 10,86 Prozent erreichte, hat das seinen Sinn für Realismus nicht getrübt: In den Kampf um den Bürgermeister-Posten werden wir sicher nicht eingreifen können. Nachdem wochenlang die Gerüchteküche gebrodelt hat, steht nun fest: Wir stellen keinen Bürgermeister-Kandidaten, so Vorsitzender Rainer Ott. 

Damit erwartet Münchberg erneut ein Duell zwischen Thomas Fein und Hermann Seiferth. Vor fünf Jahren standen sich die beiden in der Stichwahl gegenüber. Fein siegte mit 51,88 zu 48,12 Prozent. 

Der Titelverteidiger soll ebenso wie sein Herausforderer erst im Herbst offiziell nominiert werden. Fein selbst geht von Oktober oder November als Termin der Nominierungsversammlung aus. Diskussionen wird es nicht geben. Wir wollen Thomas Fein, da sind sich alle einig, sagt CSU-Vorsitzender Bernd Schaller.

Ähnliches hört man bei der SPD. Hier steht Hermann Seiferth längst in der Pole-Position, auch wenn der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat sagt: Entschieden ist noch nichts. Er stehe allerdings bereit, wenn der Ortsverein ihn haben wolle. Dessen Vorsitzender Chef Ottmar Wiedel will seine Genossen im September zur Nominierung bitten. Eventuell machen wir zwei Versammlungen, eine für den Bürgermeister-Kandidaten, eine für die Stadtratsliste.

Noch offen ist, ob die FDP einen Kandidaten stellt. Hämischen Einschätzungen, die Partei bestehe in Münchberg lediglich aus Peter Froeschmann, begegnet dieser gelassen: Es ist nicht auszuschließen, dass wir jemanden aufstellen. Die Chancen beziffert Froeschmann allerdings auf derzeit unter 20 Prozent. Er selbst stehe definitiv nicht zur Verfügung. Vor fünf Jahren hatte der Chef der Werbegemeinschaft und Ex-Stadtrat für einen Farbtupfer im Wahlkampf gesorgt. Die 2,98 Prozent an Stimmen fielen dann aber enttäuschend aus.

VON ALEXANDER WUNNER

aus MHTZ vom 19.07.2007